23.02.2018

Training für den Webbewerb

Homburgische Gymnasiasten suchen Herausforderer für die Internet-Rallye


Bei ein paar Begriffen wird es einigen Schülern schwindelig. Modem? Provider? Browser? Nie gehört! In Zeiten, in denen das Internet nach schlichtem Tippen auf Smartphone oder Tablet sofort läuft, gehören digitale Fachausdrücke nicht zum Standardrepertoire der Jugend. Lehrer Holger Biermann bringt sie den Neuntklässlern trotzdem bei - als Basis für den Webbewerb.

Es ist 8.17 Uhr, erste Schulstunde im Homburgischen Gymnasium in Nümbrecht. Im Raum 3012 bereiten sich die zwölf Pennäler des Kurses "Betrieb und Mobilität" auf die Herausforderung vor, die am 12. März beginnt. Zum 21. Mal ruft die Kölnische Rundschau zu ihrem Webbewerb, und auch diesmal wollen die Nümbrechter Gymnasiasten bei der Internet-Rallye möglichst gut abschneiden. Ihnen geht's nicht allein um die Geldpreise, sondern auch um die Ehre.

Denn in den vergangenen Jahren hatte sich das Homburgische Gymnasium mehrmals bis ins große Webbewerb-Finale in Köln gespielt. Im Jahr 2016 verpasste die Schule nur ganz knapp den Titel. Nachdem das Gymnasium im Vorjahr aus schulorganisatorischen Gründen pausieren musste, will Lehrer Biermann jetzt mit einer neuen Schülergruppe nach der Krone greifen. Er hat gleich drei Gruppen angemeldet, die aus jeweils drei bis vier Schülern bestehen sollen. Die wenigen verbleibenden Schulstunden nutzt der Pädagoge, um den Neuntklässlern das Rüstzeug für eine saubere und zügige Recherche im weltweiten Netz mitzugeben.

Kimberly und Lea (15 und 14) haben ihre Köpfe vor einem Tabletrechner zusammengesteckt. Sie suchen den Inhaber des Internetportals lycos.com - nur eine von vielen Webadressen, die auf einem vom Lehrer ausgeteilten Arbeitsblatt stehen. Zu jeder Seite sollen die Schüler den Betreiber und Inhalt notieren. Bei manchen Seiten ist das gar nicht so einfach. Biermann erklärt seinen Schülern, dass zwar deutsche Seiten ein Impressum haben müssen - doch bei ausländischen Anbietern sei das nicht unbedingt Plicht. Die Übung soll die Schüler dafür sensibilisieren, ihre Quellen im Netz kritisch zu betrachten. Denn nicht jeder Anbieter bietet seriöse Informationen. Das muss eine andere Schülergruppe erfahren, die über die Frage stolpert, in welchen Jahren Michael Schumacher Formel-1-Weltmeister wurde - das erstbeste Google-Ergebnis war tatsächlich nicht das zuverlässigste.

Das Thema Internetrecherche passe immer in den Unterricht, ist Biermann vom Sinn des Webbewerbs überzeugt: "Und es ist wichtig: für Schule, Ausbildung, Studium und das ganze Leben." Dass es beim Webbewerb etwas zu gewinnen gibt, sei ein zusätzlicher Ansporn.

Von Arnd Gaudich

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Dienstag 14.00 bis 16.00 Uhr

Ein Wettbewerb der